Heike Bunn | Krummsee | 8.9.2024

Mehr Liebe und Achtsamkeit gegenüber Mensch und Natur – statt MEGA-Resort

Ich befürworte die Entstehung eines Hotels anstelle der alten Klinik am Hängebargshorst - bin aber gegen den Bau des geplanten, überdimensionalen Hotelkomplexes.


Herr Teherani hat im Auftrag ein Hotel geplant, das ist ihm auch gelungen. Wie im November gesagt wurde: Sie müssen nicht mehr nach Sylt, wir holen Sylt an den Kellersee.


Ich glaube nicht, dass es im Sinne der Bürger/innen und Urlauber/innen ist, hier in der Holsteinischen Schweiz – einer Idylle mit Hügeln, romantischen Seen und Wäldern – ein dermaßen großes Hotel entstehen zu lassen. Der enorme Eingriff in die Landschaft und Natur hat nichts mit Liebe, Achtsamkeit und Erhaltung gegenüber der Natur zu tun.


Der Massentourismus, der entstehen soll, betrifft nur den wirtschaftlichen Aufstieg – und der ist reine Spekulation. Gibt es Zahlen für die Wirtschaftlichkeit?


Als wir vor 20 Jahren nach Krummsee zogen, gab es hier in der Umgebung noch viele Hotel-und Gastronomiebetriebe: Hotel Admiralsholm, Hotel Zum Ukleisee, Hotel Uklei Fährhaus, Hotel Bruhnskoppel, Forsthaus am Ukleisee, Fissauer Fährhaus. All diese Betriebe hätten ihre Berechtigung, wieder saniert zu werden, stattdessen soll ein überdimensionales Lakeside Resort entstehen.


Ein vorher bestehendes Landschaftsschutzgebiet wird plötzlich zur bebaubaren Fläche, Bäume werden gefällt, Flächen werden um das Doppelte versiegelt. Wo bleibt da der Umwelt-, Klima-, Natur- und Landschaftsschutz? Wo bleiben die Liebe, Erholung und Achtsamkeit für die Bürger/ innen und Urlauber/innen, die hier leben und Zeit in Ruhe und Entspannung verbringen möchten?


Dieses Resort wird nur für bestimmte Gruppen der Gesellschaft möglich sein, viele werden Selfie-Touristen bleiben und kein Geld einbringen.


Zusätzlich ist noch ein Hotel ein paar Meter weiter am Kellersee geplant, es sollen noch mehr Touristen in dieses kleine Dorf kommen...


Bitte kein Sylt nach Krummsee. Hotel ja, aber nicht in so einem überdimensionalen Ausmaß und sozial gerechter.


Halb so groß ist doppelt so gut.


Was denken Sie?

Falls auch für Sie noch wichtige Fragen offen sind, Sie sich von den Planungen in besonderer Weise betroffen fühlen oder einfach mal Ihre persönliche Sicht teilen wollen: Schreiben Sie uns.