Karla Knauer-Eberhardt | Eutin | 21.9.2024

Rechtzeitiges Handeln

Leserbrief zum OHA-Artikel "Halb so groß ist doppelt so gut" vom 17.8.2024

Ich nehme Bezug auf den Leserbrief „Wo ist Ihr Einsatz" von Herrn Breede aus Malente (Ausgabe vom 4. September).

Ich habe es ebenfalls außerordentlich bedauert, dass das charmante Hotel/Restaurant Bruhnskoppel, in unvergleichlich schöner Lage, so dem Verfall preisgegeben wurde. Mein Mann und ich waren hier sehr gerne zu Gast. Meiner Meinung nach hätte man ebenso „Hängebargshorst" unbedingt retten müssen. Vielleicht hätte die Rettung dieser Klinik, die seinerzeit in gutem Zustand war, sogar den Neubau der Mühlenbergklinik überflüssig machen können? Alles leider nicht mehr rückgängig zu machen.


Daher ist es umso wichtiger, dass dieses Mal rechtzeitig Widerstand und große Bedenken geäußert werden, bevor es zu spät ist.


Zugegeben, der Plan dieses futuristisch anmutenden Hotelkomplexes von Herrn Teherani ist sehr interessant. Ich habe ihn auf dem Roten Sofa im NDR-Fernsehen gesehen und viel über seine spektakulären Bauten in Hamburg, Frankfurt am Main, Dubai, Madrid etc. erfahren. Dieser meiner Meinung nach völlig überdimensionierte Komplex passt ausgezeichnet in große Metropolen, wo die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist. Aber, wie ich finde, absolut nicht nach Krummsee! Ich bin sicher, dass viele Menschen bewusst in dieses Dorf gezogen sind, um hier Idylle, Beschaulichkeit und Ruhe zu finden.


Wenn der Hotel- und Ferienwohnungsplan aufgeht, heißt das, dass zirka das Fünffache an Menschen in Krummsee unterwegs ist. Das wäre das Ende der Beschaulichkeit! Wenn der Plan nicht aufgehen sollte, befürchte ich, dass es eine weitere Ruine in Krummsee geben wird – dieses Mal in Schneckenform.

Warum könnte der Ausbau des Tourismus in unserer Gegend, eigentlich nicht mittels schon vorhandener Kapazitäten angekurbelt werden? Ich denke da zum Beispiel an das ziemlich unattraktive und in die Jahre gekommene ehemalige Intermar. Wenn es schon mal da ist, könnte es doch auf den aktuellen Stand gebracht werden und effektiver genutzt werden, was eine echte Herausforderung für einen guten Architekten wäre.


Was denken Sie?

Falls auch für Sie noch wichtige Fragen offen sind, Sie sich von den Planungen in besonderer Weise betroffen fühlen oder einfach mal Ihre persönliche Sicht teilen wollen: Schreiben Sie uns.