Initiative Kellersee | 28.11.2025

Stimmen aus der Region: Einblick in die Facebook-Debatte zum NDR-Beitrag

Die Debatte um das geplante Luxus Resort Lakeside nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem der NDR im Schleswig-Holstein Magazin über das Projekt berichtete, entspann sich auf Facebook eine lebhafte Diskussion: von Zustimmung und Optimismus bis hin zu deutlicher Kritik an Dimension, Transparenz und Auswirkungen auf Malente.


Die breite Diskussion unter dem NDR-Beitrag zeigt ein klares Bild: Die Mehrheit der Kommentierenden äußert deutliche Bedenken gegenüber dem geplanten Lakeside Resort. Neben vielen emotionalen Reaktionen finden sich zahlreiche sachlich begründete Hinweise auf mögliche Risiken und Belastungen für Malente und den Naturraum am Kellersee. Zugleich werden von einigen Stimmen auch Chancen und Entwicklungspotenziale betont.


Damit entsteht ein Meinungsbild, das für die weitere Diskussion wichtig ist – und das zeigt, wo konkrete Klärungsbedarfe bestehen.


Wesentliche Sorgen und Risiken, die häufig genannt wurden

  1. Größe und Maßstäblichkeit
    Viele empfinden das Vorhaben als deutlich zu groß für Malente und für die sensible Uferlandschaft. Die Architektur wird überwiegend als Fremdkörper wahrgenommen.
  2. Personal- und Fachkräftemangel
    Die Frage, wie ein Betrieb dieser Größenordnung rund 400 Beschäftigte finden und dauerhaft halten soll, wird am häufigsten und sehr konkret gestellt.
  3. Verkehr und Infrastruktur
    Die bestehende Zufahrtsstraße, Parkraumsituation und die Belastungen während der Bauphase werden als unzureichend eingeschätzt.
  4. Umwelt- und Landschaftsverträglichkeit
    Sorgen betreffen Verlust von Waldflächen, Auswirkungen auf das Ufer, zusätzliche Versiegelung und mögliche Risiken für die Wasserqualität des Kellersees.
  5. Wirtschaftliches Risiko und mögliche Fehlentwicklungen
    Viele Bürger verweisen auf Beispiele gescheiterter Großprojekte in Schleswig-Holstein und befürchten im schlimmsten Fall Insolvenz im Rohbau oder spätere Nutzungsänderungen.
  6. Zweifel an der Nachfrage
    Ob ein Luxus-Spa-Resort dieser Größenordnung in Malente dauerhaft ausreichend Gäste findet, wird vielfach hinterfragt.
  7. Folgen für Ort und Lebensqualität
    Einige Bewohner befürchten erhöhte Verkehrsbelastung, Geräusche, Umleitungen und eine stärkere touristische Übernutzung.
  8. Passgenauigkeit zum Ortsprofil
    Mehrfach wird die Frage gestellt, ob ein solches Luxusprojekt tatsächlich zur Identität, Größe und Ausrichtung Malentes passt.

Chancen und Hoffnungen, die ebenfalls geäußert wurden

  1. Wirtschaftliche Belebung und höhere Steuereinnahmen
    Ein Teil der Kommentare sieht in dem Projekt eine Chance für Wachstum und finanzielle Handlungsspielräume.
  2. Neue Arbeitsplätze in der Region
    Auch wenn die Besetzung unklar bleibt, wird die Möglichkeit zusätzlicher Arbeitsplätze positiv hervorgehoben.
  3. Touristische Aufwertung
    Der Entwurf eines renommierten Architekten wird als Möglichkeit gesehen, Malente stärker ins überregionale Bewusstsein zu rücken.
  4. Wiederbelebung einer brachliegenden Fläche
    Das ehemalige Klinikgelände wird als ungenutzte Fläche wahrgenommen, die endlich eine neue Funktion bekommen könnte.
  5. Impuls für weitere Ortsentwicklung
    Einige Kommentierende hoffen, dass ein solches Projekt positive Folgewirkungen auf die Gestaltung der Ortsmitte und auf das touristische Angebot haben könnte.
  6. Neue Gästegruppen und Kaufkraft
    Einige sehen Potenzial für hochwertige Nachfrage und zusätzliche Umsätze im Ort.
  7. Modernes Selbstverständnis
    Manche begrüßen die Chance, Malente als mutigen und zukunftsorientierten Ort zu positionieren.
  8. Signal gegen „Stillstand“
    Ein Teil der Diskussion verbindet das Projekt mit dem Wunsch nach Erneuerung und Aufbruch in der Region.

Bewertung des Gesamtbildes für die Initiative Kellersee

Für die Initiative Kellersee ist entscheidend, dass sich in den Kommentaren zwei klare Linien zeigen:


  • Die Risiken werden konkret und vielfach aus Erfahrung heraus benannt (Verkehr, Personal, Umwelt, Dimension, Wirtschaftlichkeit).
  • Die Hoffnungen beziehen sich eher auf Potenziale und Erwartungshaltungen, die derzeit nicht durch nachvollziehbare Planungsunterlagen oder belastbare Konzepte untermauert sind.


Die öffentliche Debatte verdeutlicht, dass ein Projekt dieser Größenordnung nur dann Akzeptanz finden kann, wenn zentrale Fragen – insbesondere zu Infrastruktur, Umweltverträglichkeit, Personalbedarf, Maßstäblichkeit und Wirtschaftlichkeit – transparent, umfassend und unabhängig beantwortet werden.

Damit liefert die Diskussion wichtige Hinweise darauf, wo die Gemeinde und der Vorhabenträger jetzt Klarheit schaffen sollten, um Vertrauen zu ermöglichen.

 

Transparenzhinweis: Die Auswertung der Kommentare wurde mit Unterstützung von KI vorgenommen. Berücksichtigt wurden die öffentlich sichtbaren Kommentare bis Mittag, 24.11.2025.

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Was denken Sie?

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